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Kabel und Brandschutz
Immer wieder sorgen Großbrände für Sach- und Personenschäden, weil durch das Schmoren ungenügender Kabel (PVC) toxische Stoffe freigegeben werden, die Augen und Atemwege reizen können und gleichzeitig eben diese Kabel für eine Brandfortleitung ähnlich dem Effekt einer Zündschnur sorgen.
 
Laut BKA-Gutachten wurde etwa der Brand in der Weimarer "Herzogin Anna Amalia Bibliothek", Teil des Weltkulturerbes der UNESCO, im Jahre 2004 durch einen Schwelbrand ausgelöst, der sich dann unbemerkt hinter der Verkleidung ausgebreitet hat. Bei diesem Brand wurden eine Million Bücher Opfer des Feuers.
 
Ein ungenügend abgesichtertes Kabel entfachte bei Schweißarbeiten im Düsseldorfer Flughafen im April 1996 einen Schwelbrand, der sich durch das Gewirr von Kabelsträngen in der Zwischendecke bis in die Ankunftshalle fraß und Ursache für 17 Tote und Schäden in Millionenhöhe war. Die Kombination von Giftqualm und durch Flammen versperrte Ausgänge, war tödlich für viele.
 Beim Neuaufbau wurden daraufhin viele der technisch möglichen Vorgaben zum präventiven Brandschutz von Beginn an beachtet.
 

Was ist DIN B1?
DIN B1-Leitungen sind halogenfreie Leitungen, die einen "integrierten Brandschutz" bieten. Der Einsatz ist besonders empfohlen bei Gebäuden mit höherer Personen- und/oder Sachwertkonzentration, angefangen bei Bürogebäuden und Hotels bis hin zu Schulen und Krankenhäusern, aber prinzipiell überall, wo geringe Brandfortleitung und schwere Entflammbarkeit erforderlich sind.
 
Mit der neuen Ausgabe der Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen (Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie MLAR): November 2005 wird unter dem verbesserten Brandverhalten eine erfolgreiche Prüfung nach DIN 4102-16 mit den Anforderungen an schwerentflammbare Baustoffe (Baustoffklasse B1) nach DIN 4102-1 und eine geringe Rauchentwicklung verstanden.
 
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